Auf diese Apps könnt ihr setzen! Meine digitalen Heinzelmännchen.

Auf diese Apps könnt ihr setzen! Meine digitalen Heinzelmännchen.

Leute, Leute!
Heute wird’s intim. Sehr intim. Ich präsentiere euch: meinen aktuellen Homescreen und damit eine Lebensart, die ihr alle kennt. Digitale Helferlein sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Ich als Medienjunkie liebe es, immer wieder neue Apps auszuprobieren, ob just for fun oder aber, um mein Leben effizienter zu gestalten. Und dabei sind den Gestaltungsmöglichkeiten heute keine Grenzen mehr gesetzt! Im Juni betrug die Gesamtzahl der Apps 2,36 Millionen im Google Play Store, rund 2 Millionen im Apple App Store sowie 600.000 im Amazon Appstore. Beachtlich! Am skurilsten waren für mich die erstaunlich oft verwendete Krawatten-Binder-App, die Turn-Your-Smartphone-Into-A-Lightsaber-App sowie die Pups-Klaviatur, mit deren Tasten man auf mehr als fünfzig verschiedene Arten Furz-Geräusche von sich geben konnte. Innovationen, die die Menschheit bereichern! Doch einige Apps sind für mich wirklich eine Bereicherung, allein schon dadurch, dass ich mein Gehirn mit ihnen enorm entlasten und Platz für Neues schaffen kann. Im Folgenden also meine Top 10 Apps!

10.) Organizy

Ich beginne meine Liste mit Organizy, einer klassischen Einkaufsliste. Wer bisher auf keine elektronische Einkaufsliste umgestiegen ist, dem kann ich dies wirklich nur ans Herz legen. Ihr vergesst nichts mehr, wenn ihr es direkt am Smartphone in eure Liste eintragen könnt, sobald es euch einfällt. Bei Organizy könnt ihr verschiedenste Listen erstellen, die einzelnen Items sind nach Abteilungen sortiert und farblich gekennzeichnet und ihr könnt euch eigene Produkte hinzufügen. Außerdem gefällt mir das farbenfrohe Design der App, für das es mehrere Themes gibt.

9.) MindNode

MindNode ist meiner Meinung nach das perfekte Tool, wenn’s ums Mindmapping geht: tolles Design, unzählige Gestaltungsmöglichkeiten und zahlreiche Optionen, um den Content anzureichern: Notizen zu jedem Knoten hinzufügen, Fotos oder Links – kein Problem. Hier seht ihr als Beispiel eine Mindmap, die im Zuge meiner Masterthesis entstanden ist. Den gesamten Arbeitsprozess so zu strukturieren und zu visualisieren war für mich eine enorme Erleichterung und MindNode hat mir dabei sehr geholfen. Die App gibt’s auch für den Desktop, in der Lite- oder Pro-Version, über die Cloud habt ihr dann vollen Zugriff von all euren Geräten.

8.) BeFocusedPro

Ein Pomodoro, zwei Pomodori, drei … Auf Platz acht liegt bei mir ein Zeitmanagement-Tool, das durch Einfachheit besticht. Genau wie die dahinter stehende sogenannte Pomodoro-Technik, eine Methode mit der ihr eure Arbeitszeit strukturieren und damit eure Produktivität erhöhen könnt. Das System verwendet einen Kurzzeitwecker, um Arbeit in 25-Minuten-Abschnitte – die sogenannten pomodori – und Pausenzeiten zu unterteilen. Es basiert auf der Idee, dass häufige Pausen die geistige Beweglichkeit verbessern können und bietet ein Mittel gegen die Angstblockade, wie sie von Henri Bergson und Eugène Minkowski beschrieben wird. Die Technik besteht aus fünf Schritten: die Aufgabe schriftlich formulieren, den Kurzzeitwecker auf 25 Minuten stellen, die Aufgabe bearbeiten, bis der Wecker klingelt, kurze Pause machen (5 Minuten), alle vier ‚pomodori‘ eine längere Pause machen (15–20 Minuten). Das geht natürlich genauso gut mit einem Wecker … die App bietet allerdings noch die Möglichkeiten, sich Tagesziele zu setzen und automatisch generierte Statistiken über die eigene Produktivität einzusehen. Vom schicken Design mal ganz abgesehen 😉

7.) SleepCycle

Bei SleepCycle handelt es sich um eine App zur Schlafüberwachung, mit deren Hilfe ihr euren Schlaf analysieren und verbessern könnt. Im Kern geht es darum, mit Hilfe von Bewegungsmessung den optimalen Weckzeitpunkt herauszufinden. Hierfür wird das Smartphone im Flugmodus auf dem Bett platziert. Anhand eurer Bewegungen weiß SleepCycle nun während ihr schlaft, in welcher Schlafphase ihr euch befindet – Wachphasen, Leichtschlaf- oder REM-Phasen bis hin zur Tiefschlafphase, während der am wenigsten Bewegung stattfindet. Gerädert fühlt man sich morgens, wenn der Wecker während einer Tiefschlafphase abrupt den Schlaf unterbricht. Dies verhindert SleepCycle, indem es in der halben Stunde VOR dem eingestellten Weckzeitpunkt, den optimalen Weckzeitpunkt ermittelt und den Nutzer dann aufweckt. So ist man im schlimmsten Fall 30 Minuten vor der Zeit wach, doch was macht das schon, wenn man dafür energiegeladen aus dem Bett springt?

Zusätzlich erhebt SleepCycle Daten über die Schlafzeit, den Schlaf- sowie Aufstehzeitpunkt und man kann eigene Parameter eingeben. Die Schlafqualität wird von SleepCycle ermittelt und mit Durchschnittswerten und den eigenen Eingaben verknüpft, um detaillierte Statistiken über den eigenen Schlaf zu liefern.

6.) MoneyControl

An Finanz-Apps breche ich mir schon seit Ewigkeiten einen ab und würde doch nie wieder auf sie verzichten. Angefangen hat das mit selbst erstellten Excel-Tabellen, über verschiedene Apps, in die ich meine Ausgaben grob eingetragen habe, bis ich schließlich bei MoneyControl gelandet bin. MoneyControl überzeugte mich durch das tolle, schlichte Design und die vielen Anpassungsmöglichkeiten. Ausgaben und Einnahmen können in eigene Kategorien gegliedert, verschiedenen Personen zugeordnet, gruppiert und natürlich den unterschiedlichsten Konten zugewiesen werden. Es wird unterschieden zwischen Sparkonten und Zahlungskonten, aus denen sich das monatliche Budget automatisch errechnet. Graphische Aufbereitungen in Form von Diagrammen werden direkt in der App angezeigt, PDF-Berichte können über ein kostenpflichtiges Zusatzmodul gezogen werden. Durch die Konfigurationsmöglichkeiten lassen sich auch Sparpläne einfach realisieren. Einziger Nachteil: alle Zahlungsvorgänge müssen manuell eingetragen werden, was im Umkehrschluss allerdings dazu führt, dass man ein besseres Bewusstsein für seine Ausgaben entwickelt.

Mich hat die App restlos überzeugt, sodass ich seit knapp drei Jahren jeden Cent dort verbucht habe – eine Praxis, die gerade im Hinblick auf Stipendienwünsche eine Transparenz ermöglicht, der man nur schwer etwas entgegensetzen kann 😉 Klickt euch durch die Gallerie, um einen Eindruck von MoneyControl zu bekommen.

5.) Productive

Wie oft passiert es, dass man seine Gewohnheiten ändern möchte und schnell am inneren Schweinehund scheitert? Productive leistet genau hier Abhilfe und hat sich dadurch für mich zu einem mächtigen Motivations-Tool entwickelt. Neue Gewohnheiten beschreiben und terminieren – von täglich, wöchentlich oder an speziellen Tagen bis Morgen-, Nachmittags- oder Abendgewohnheiten ist alles konfigurierbar – und los geht’s. Es macht unglaublich Spaß, jeden Tag seine Häckchen setzen zu können und als Belohnung motivierende Sprüche und Statistiken zu erhalten. Visualisation at it’s best!

4.) LOOX

Ich stehe auf Zahlen und ich stehe auf Design, so viel ist mittlerweile jedem meiner Leser klar. Zahlen lügen nicht und visuell aufbereitete Zahlen überzeugen. Und so hat mich für mein Fitnesstraining schnell die Trainingsplan-App LOOX überzeugt. Sie bietet nicht nur Zugriff auf unzählige, an den Zielen der Nutzer ausgerichtete und von Profis erstellte Trainingspläne oder detaillierte Datensätze zu Einzelübungen, mit denen man eigene Pläne erstellen kann. Sie begleitet dich auch durch das komplette Training, terminiert Trainingstage, Satzpausen, etc. und misst deinen Erfolg. So lässt sich dieser super einfach und auf eindrucksvolle Weise nicht nur am eigenen Körper nachvollziehen und die Motivation wird enorm gesteigert – zumindest bei Zahlen-Junkies wie mir. Klickt euch durch die Gallerie und tut was für eure Schwabbel- oder Lauch-Körper! Ihr müsst noch lange damit leben! 😉

3.) ToDo Cloud

Auf Platz drei meiner Top Apps rangiert ganz klar meine Aufgaben- und Listen-App ToDo Cloud. So eine App hat mittlerweile so gut wie jeder in irgendeiner Form, dennoch findet sie hier ihre Erwähnung. Sie begleitet mich fast genauso lange wie mein Smartphone und ist von meinen 202 installierten Apps definitiv die am meisten Genutzte. Ich bin einfach ein absoluter Listen-Freak. Und da bietet ToDo Cloud alles, was des Perfektionisten Herz begehrt: Das Anlegen verschiedener ToDo-Listen funktioniert genauso einfach wie das kreative Zusammenspinnen neuer Themen-Listen. Verschiedene Farben und Symbole können zur Gestaltung genutzt werden, Aufgaben lassen sich zu Checklisten oder gar Projekten erweitern und mit Kontakten oder Links verknüpfen, Erinnerungen können völlig frei gestaltet werden bis hin zu Standort-Erinnerungen und und und. Natürlich funktioniert das Ganze auch kollaborativ und ist über die Cloud von jedem eurer Geräte inklusive Browser-Version aus anwendbar. Ein unglaublich mächtiges Werkzeug mit tollem Design!

2.) Yoga.com

Es ist DIE App, die mich zu meiner heutigen Leidenschaft und No. 1 Sportart geführt hat. Yoga.com belegt Platz 2 meiner Top Apps. Die Yoga-App bot mir massig Material, um mich dem Thema gut informiert anzunähern. Für Yoga-Anfänger finde ich sie deshalb geeignet, da jede der Posen, Asanas genannt, sowohl mit Bildern, als auch mit Videos, Texten, Sprachanleitung UND einer Skizze, welche Muskeln beansprucht werden sollten, erklärt wird. Mehr geht OHNE persönliche Betreuung wirklich nicht. Dabei greift Yoga.com auf eine Datenbank von sagenhaften 300 Asanas zurück und kombiniert diese zu knapp 45 Programmen unterschiedlichster Schwierigkeitesstufen und Yoga-Schulen. So bleibt sie auch für Profis spannend und wurde für mich zum ständigen Begleiter für meine tägliche Yoga-Routine. Beim Abspielen des Programms werden sowohl die Asanas angezeigt, wahlweise angesagt und/oder vom Sprecher erklärt, optional auch mit entspannender Hintergrundmusik – die Fotos sind für mich am eindringlichsten, weshalb ich oft mit dem Tablet trainiere. Die Kalenderfunktion und ein laufender Fotostream Yoga-verliebter Gleichgesinnter geben Motivation, beides nutze ich allerdings nicht wirklich. So viele Asanas, so viele Programme, so viele Möglichkeiten, die Praxis zu erlernen … und das Ganze ist tatsächlich völlig umsonst! Für mich definitiv den zweiten Platz wert, trotz dass ich jedem ernsthaft Interessierten einen Kurs als Ergänzung ans Herz legen würde – das Verletzungsrisiko ist gerade bei komplizierteren Asanas immer noch sehr hoch und nur durch persönliche Betreuung holt man wirklich das Letzte aus den Übungen heraus!

Namaste! 🙂

1.) Headspace

Natürlich … ihr könnt es euch schon denken: meine absolute Top App, Platz 1 meiner Liste, ist Headspace. Es handelt sich um eine Meditations-App, die euch wissenschaftlich fundiert und mit einer super sympathischen Bildsprache Achtsamkeits-Meditation beibringt und damit direkten positiven Einfluss auf all eure Herausforderungen, Sorgen, Ängste, etc. nehmen kann. Klingt zu schön, um wahr zu sein? Lest euch meinen Blog-Artikel zu aktuellen Ergebnissen aus der Meditationsforschung durch, die all das empirisch belegen:

www.nilsoeynhausen.de/fitnessstudio-mitgliedschaft-fuer-dein-gehirn/

Eure Headspace-Journey startet mit 10 Tagen kostenlosem Grundkurs. Anschließend muss man sich für ein Abonnement entscheiden oder man entschließt sich, dass, diese Übungen zu Wiederholen, erstmal reicht – selbst hier gibt es schon spürbare Ergebnisse, sodass dieser Fall durchaus auftreten kann.

Entscheidet man sich für das Abonnement, erhält man Zugriff auf hunderte Stunden angeleiteter Meditationsübungen zu den unterschiedlichsten Themen. Zu Themen wie Gesundheit, Performance oder Sport gibt es dann verschiedene Serien, die immer zwischen 10 und 30 Übungen umfassen. Diese Übungen sollten taglich absolviert werden und sind in der Länge flexibel einstellbar zwischen 10 und 20 Minuten. Er sehr geringer Zeitaufwand also mit großem Effekt. Die verschiedenen Meditationstechniken sind spielend einfach, nur eines ist wichtig: Durchhaltevermögen. Der größte Effekt tritt bei konsequenter, täglicher Praxis zu tragen. Man lernt, die ständigen Gedanken über Vergangenheit und Zukunft, Grübeleien, Sorgen und Ängste, zum Schweigen zu bringen, die eigenen Emotionen wahrzunehmen und gegebenenfalls loszulassen oder wertzuschätzen und zu verstärken. Neben den Serien gibt es auch noch die sogenannten Singles für unterschiedlichste Anlässe wie z. B. beim Thema Flugangst.

Als Anhänger kleiner elektronischer Motivationshelfer habe ich mein Herz ebenfalls an Headspace verloren: nicht nur wird man immer wieder ermuntert, gelobt oder auch beruhigt – neben der sogenannten Timeline, die schön die eigene Achtsamkeitsreise darstellt, gibt noch das Fenster Progress, das ein paar Statistiken zur eigenen Praxis zeigt, sowie das Fenster Buddies, über das man sich mit anderen Meditierenden verbinden und gegenseitig pushen kann. Völlige Immersion ins Headspace-Universum geschieht über den sogenannten View, wo täglich inspirierende Zitate, Weisheiten oder aber Artikel aus dem Blog oder Radio Headspace verlinkt werden. Headspace war für mich ein großer Schritt hin zu einem glücklicheren, gesünderen Leben und ist deshalb verdient auf Platz 1 meiner Top Apps! 🙂 Peace out.

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