Entering a World of Awesomeness & Nerdism: My First Job at Ligatus

Entering a World of Awesomeness & Nerdism:
My First Job at Ligatus

So! Mit siebenundzwanzig Jahren, nach einem abgebrochenen und zwei beendeten Studienabschlüssen, unzähligen kleineren und größeren pseudoberuflich-wichtigen Zwischenstationen, Irrwegen und zaghaften Versuchen und Projekten in der Selbständigkeit, habe ich es jetzt auch endlich mal geschafft, ins Berufsleben zu starten! Der work-life-ausgeglichene, ewig unentschlossene und doch total krisenresistente Schöpfer des Buzzwords „Generation Y“ wäre stolz auf mich! Nach Abwägung auch wirklich aller Möglichkeiten und reiflichster sinnloser Grübelei, geht nun der Ernst des Lebens los.

So und in diesem Sinne jetzt: Spaß beiseite. Ich möchte euch von meinem ersten Job erzählen und der ersten Arbeitswoche, bei der ich gar nicht anders konnte, als Spaß zu haben und mich des Lebens zu freuen.

Seit Dienstag arbeite ich bei Ligatus, einer Tochter von Gruner + Jahr/Bertelsmann, die sich auf das Thema Programmatic Native Advertising und Content Recommendations spezialisiert hat. Jap, so sieht’s aus. Trotz dass ICH gerade von dieser riesigen neuen Welt der IT und des Online Marketings gar nicht genug bekommen kann, will ich euch die technischen Details ersparen. Wir sorgen dafür, dass ihr nicht mit nerviger Werbung total abgenervt, sondern mit auf eure Interessen zugeschnittenen Anzeigen und Inhalten unterhalten, informiert und schlauer gemacht werdet. Wir sorgen dafür, dass unsere Werbekunden mit ihren tollen Produkten genau die richtigen Leute im richtigen Moment erreichen. Und wir sorgen dafür, dass Publisher/Medienunternehmen ihre enorme Reichweite, die heute leider gar nicht mehr so zahlungsbereit ist, wenigstens effizient vermarkten können, um auch weiterhin ein so bereites Medienspektrum aufrecht zu erhalten, wie wir es in Deutschland haben und viel zu selten zu schätzen wissen. So … und das alles passiert vollautomatisch, was mich zu unserem eigentlichen Produkt führt: Geile Algorithmen, heißer Nerd-Scheiß und geballte Data-Magic.

Sobald ich in diesen Kosmos erstmal eingetaucht bin und Abkürzungen wie DSP, RTB, SSP, RCE & RUN quasi ausdünste, werde ich der vielseitigen Aufgabe nachgehen, als Product Manager zu schauen wie man unsere Produkte noch geiler, nerdiger und awesomer machen kann. Es war immer mein Ziel, an einer Schnittstelle zu landen, an der ich sämtliche Prozesse, die an ein Produkt gekoppelt sind, mit begleiten und auch mit gestalten kann. Mit allen Beteiligten zusammen zu arbeiten und dafür zu sorgen, dass wir alle an einem Strang ziehen, bedeutet für mich Selbstverwirklichung – das habe ich spätestens bei meiner Arbeit als Hauptverantwortlicher der zUStAende zu Bachelor-Zeiten gemerkt. Ich bin super glücklich, in eine so agile Arbeitswelt und digitalisierte Zeit geworfen worden zu sein, denn hier macht die Aufgabe des Product Managers erst richtig Spaß: Am Frontend der technischen Möglichkeiten, Hand in Hand mit genialen, hochmotivierten Kollegen, mit komplexen, einzigartigen Produkten, die laufend verbessert werden können. Innovation statt Stillstand, Neugierde statt Comfort Zone, Kompetenzen statt Hierarchien, Eigenverantwortung statt Dienst nach Vorschrift. Und denke ich, nach nur vier Tagen, dass mir dieser Job all das bieten kann? Aber hallo!

Meine erste Woche bei Ligatus

Nach einer sehr spannenden Bewerbungsphase war es am 12. April 2017, also Donnerstag Abend vor Ostern, endlich so weit gewesen: In meinem Briefkasten fand ich den vom Headquarter in Köln unterschriebenen Arbeitsvertrag – mit knappen Infos zum ersten Arbeitstag und natürlich dem Code of Conduct, dem Verhaltenskodex von Gruner + Jahr. Ich wusste, dass ich bei einem „frisch gekauften“ Unternehmen anfangen würde – also in genau der spannenden Phase, bei der die Startup-Mentalität zwar den Arbeitsalltag bestimmt, die Vorteile einer Konzernzugehörigkeit aber schon voll zur Entfaltung kommen. Ob so ein Code of Conduct zu den Vorteilen zählt, sei mal dahingestellt, aber ich bin begeistert von dieser Ausgangslage. 12. April also Vertragsunterzeichnung, Anstellung ab dem 15., erster Arbeitstag am 17. – los geht’s, auf nach Westend Ottensen!

Mein Fazit der ersten Woche: Katastrophaler erster Arbeitstag, grandioser zweiter, dritter und vierter Tag und am Ende das Gefühl, hier genau richtig zu sein. Wait … what? Ja, ihr habt richtig gelesen: Der erste Tag war ne Katastrophe, da er nichts anderes als ne Katastrophe hätte werden können. Da sieht man mal wieder, was passiert, wenn man sich im Vorfeld zu viele Gedanken macht: Höchste Erwartungen, große Unsicherheiten, Aufregung und auch etwas Angst – all das ist normal beim ersten Job. Gepaart wurde das mit den unglaublich vielen neuen Eindrücken, Menschen und Aufgaben, die einem beim ersten Tag begegnen. Und wenn dann auch noch ein zwei Dinge nicht ganz so optimal verlaufen – man labert Stuss vor Aufregung, sodass ehrliches Interesse an neuen Menschen wie erzwungener Pseudo-Smalltalk wirkt, der Kopf raucht vor geballtem TechNick-Wissen oder man muss sein geliebtes Badminton-Turnier sausen lassen, in das Monate der Vorbereitung geflossen sind – dann ist Holland in Not, Ragnarök steht vor der Tür und Jesus läutet als erlösender Messias die Endzeit ein. Doch wieder mal, wie so oft in meinem Leben, habe ich gemerkt: Ruhe bewahren, achtsam auf die Situation schauen, sich auf den Moment und die positiven Aspekte konzentrieren – all das bewirkt wahre Wunder.

Und so bin ich an die nächsten drei Tage herangegangen und habe festgestellt: All meine Erwartungen wurden sogar noch übertroffen, all meine Sorgen waren völlig überzogen. Ich habe einen Job gefunden, der mich sicher erfüllen wird, sodass ihr mir nicht böse sein dürft, wenn in Zukunft doch einige Artikel zu technischem Marketing-Gedöns folgen. Das Team, mit dem ich dabei arbeiten darf, hat mir schon einige tolle Momente und Schmunzeleien bereitet, sodass ich bereits extrem dankbar und gespannt auf die Zeit mit diesem bunten Mix an Persönlichkeiten bin. Der Arbeitsplatz fühlt sich schon jetzt wie ein zweites Zuhause an, Ottensen hat sich als super spannender Stadtteil erwiesen. Und und und. Selbst die verdammte Pendelei ist eher Balsam für die Seele als eine Belastung. Und dann auch noch eine meiner besten Freundinnen direkt nebenan, die sich nie für einen Afterwork-Drink zu schade ist und einem dann auch noch an zwei von vier Tagen zufällig über den Weg läuft 😀

Weiter geht’s nächste Woche erstmal mit einem spannenden Offsite-Event: Developer, Technical Partner Manager und Product Manager aus verschiedenen Standorten weltweit reisen nach Köln, kehren ins dezent dekadente (oder doch eher gediegen geile?) Wellness-Hotel Land Gut Höhne ein und saunieren … ähm … teambuilden … ähm programmieren und arbeiten, was das Zeug hält. Parallel lerne ich jetzt Schritt für Schritt alle Tools kennen, all die Produkte, Prozesse und Menschen im Unternehmen, mit denen ich dann zusammenarbeiten werde, und mein Aufgabenspektrum wird täglich erweitert. Ich bin gespannt, wann schließlich mal der wirkliche Arbeitsalltag Einzug halten wird und hoffe insgeheim, meiner never-ending Neugierde sei Dank, dass das bei so einem abwechslungsreichen Job nie wirklich der Fall sein wird 😉 Es bleibt also spannend und ich berichte fleißig!

Bis dahin verabschiede ich mich so, wie man in einem IT-Unternehmen seine Präsis beendet, nämlich mit einem GIF:

Es spiegelt meine aktuelle Gefühlslage akurat wieder.

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  1. Britta Kirchner

    Fazit : In der Ruhe liegt die Kraft .
    Freue mich für dich und deine bevorstehende Zeit.

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